Pressemeldung zum aktuellen Thema Steuergerechtigkeit und Vermögenssteuer

Hochrechnung: Schröder und Eichel gehören mit 8.5 Mio. € zu den Superreichen

Das künftige Ruhestandsgeld in Höhe von € 125.000,- von Schröder und Eichel entspricht der Verzinsung eines Privatvermögens von € 8.5 Mio. Dies ist gerechnet bei den Steuersätzen die uns beide bescheren wollen. – Schröder und Eichel gehören somit zu den Superreichen, die theoretisch 8 Mal in der Lotterie gewonnen haben.

Die Rechnung ist einfach:

Um Geld sicher anzulegen muss man bei der schlechten Wirtschaftslage Anlagen wählen, die vom Ausfallfond der Banken gedeckt sind. Das sind nur Sparbrief- und festverzinsliche Anlagen. Auch Bankanleihen sind nicht vom „Feuerwehrfond“ gedeckt.

 

Weitere Anlageformen scheiden aus nachstehenden Gründen aus.

 

  1. Firmenanlagen sind durch die Konkurswelle völlig unsicher (siehe neuer Markt), und die weitgehende Straffreiheit bei Anlagebetrügern im Aktienbereich nicht zu empfehlen.

 

  1. Immobilienanlagen bieten Hungerrenditen von 1–2% wenn nun 1% Vermögenssteuer jährlich zusätzlich weggehen soll und alle Steuerbegünstigungen wegfallen, fragt man sich sowieso, wer noch in Wohnungsbau investieren soll.

 

  1. Die Investition in Fondgesellschaften ist denkbar unsicher, siehe die Kursentwicklung und die Pleiten diverser Fondgesellschaften.

 

  1. Bei der Börse hat sich ja inzwischen herausgestellt, dass statistisch die Spielbanken noch eine weitaus sichere Anlage wären.

 

  1. Über die Sicherheit von Versicherungsanlagen braucht man bei der jetzigen Pleitenwelle bei Versicherungsgesellschaften, gar nicht erst zu reden über das Nichteinhalten der prognostizierten Gewinnanteile wurde ja reichlich publiziert.

 

  1. Vermögensberater, Anlagevermittler, Bauherrenmodelle haben sich in der Vergangenheit als äußerst problembehaftet herauskristallisiert. Wenn man das Geld nicht größtenteils verloren hat, sind in der Regel die versprochenen Steuervorteile nicht eingehalten worden. So ist ja auch auf staatliche Zusagen kein Verlass mehr, siehe auch Steuerreform und viele andere Versprechungen. Da hat so mancher jahrzehnte in eine Versicherung einbezahlt, mit dem Ziel der Altersvorsorge, plötzlich kommt ein Gesetz, dass die ausbezahlten Beträge der Steuer unterwirft.

 

Also bleibt, wenn jemand einen stressfreien Lebensabend genießen will nur die sichere Weg mit einer festverzinslichen Anlage. Der derzeitige Mittelkurs liegt hier bei 3,2% pro Jahr.

 

Bei den Steuersätzen die uns Schröder und Eichel bescheren wollen in Höhe von 48% zzgl. 1% Vermögenssteuer entspricht dies im Eingangs geschilderten Fall einem Steuersatz von ca. 75%. Um also das (sichere) Ruhegeld von Schröder und Eichel zu erreichen, muss man über ein Privatvermögen von mindestens € 8.5 Mio. verfügen. Das sind düstere Aussichten für den Mittelständler oder Arbeitnehmer, der 40 Jahre rackert um Geld fürs Alter anzusparen. Von der staatlichen Rente rät ja inzwischen sogar der Staat ab, nachdem er uns jahrzehnte mit Sprüchen wie „die Rente ist sicher“, hinters Licht geführt hat. Stattdessen wurde die Rentenkasse permanent der Rücklagen durch sachfremde Querfinanzierungen beraubt. Das demoskopische Problem ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Mistgeburt der Riesterrente wird nicht angenommen, weil sie zu kompliziert und bürokratisch ist. Des weiteren führt Sie in den eingangs geschilderten Teufelskreis unsicherer Geldanlagen. Düstere Aussichten für den Rentenabend – nicht jedoch für unsere Superreichen Schröder und Eichel, die nicht müde werden dem Volk einzureden, dass wir mit 55 Steuerarten noch zu wenig abkassiert werden. Hochgradig unseriös erscheint es nun mit einer Steuergerechtigkeitsdebatte Mehrheiten für unausgegorene und wirre Angaben zu erheischen. Eine Maßnahme die überhöhten Ruhestandsgeldern der Ministerialbürokratie der Vermögenssteuer zu unterwerfen, gibt es selbstverständlich nicht.

Vorliegende Meldung ist frei zum Abdruck und zur Veränderung.